Willkommen bei unserem Ritter-Lexikon

Hier finden Sie jedemenge Informationen und Wissenswertes über das Mittelalter, Ritter, Waffen und noch das ein oder andere mehr.

Armbrust

Die Armbrust war eine Fernwaffe, die zur Verteidigung genutzt wurde. Mithilfe der Armbrust konnten ohne große Anstrengungen Pfeile verschossen werden, da die Rückhaltevorrichtung die Sehne solange spannte bis der Schütze am Abzug zog - beispielweise bei einem Bogen musste die Sehne mit bloßer Armkraft gespannt und gehalten werden. Durch diese einfache Bedienung konnte man mithilfe der Armbrust gut und lange zielen ehe man schoß.

Bogen

Der Bogen wurde auch Pfeilbogen genannt und wurde bei Kämpfen, Belagerungen und bei der Jagd genutzt. Oftmals bestand der Bogen aus Holz, Horn und Tiersehnen. An den beiden Enden des elastischen und zugleich stabähnlichen Hauptbogen wurde eine Schnurr, besser bekannt als (Bogen-)Sehne, gespannt. Um den Bogen als Schütze gut halten zu können, war das Mittelstück des Bogens starr und konnte somit gut als Griff dienen. Im ungespannten Zustand sah ein Bogen harmlos aus, aber spannte man ihn so krümmte er sich und speicherte - abhängig von der Elastizität - Energie, mit der ein Pfeil schnell und kraftvoll abgeschossen werden konnte. Allerdings war das Spannen ziemlich anstrenend, da es stets mit reiner Armkraft vollzogen wurde.

Burgfräulein

Um ein Burgfräulein zu werden, musste ein Mädchen bereits im jungen Alter die Familie verlassen und eine Ausbildung vollziehen. Durch die Ausbildung wurde sie auf ihre Pflichten als Hausfrau und (Burg-)Herrin vorbereitet. Unter anderem lernte sie das Spinnen, Sticken, Malen und Zeichnen. Aber auch das Weben und Färben von Stoffen gehört zur Ausbildung. Da einem Ritter in seiner Ausbildung kaum lesen und schreiben beigebracht wurde, so musste dies das Burgfräulein übernehmen, weshalb sie auch das Lesen und Schreiben erlernte. Es wurde viel auf gute Manieren bei einem Burgfräulein geachtet, wodurch sie auch nicht lachen oder große Schritte machen durfte. Oft wurde ein Burgfräulein schon im Alter von 14 Jahren verlobt und verheiratet und musste dann mit ihrem Ehemann (Ritter oder Adeliger) auf ein eigenes Landsgut oder Burg ziehen. Das war nicht sehr schön, da sich das Burgfräulein und der Ritter oder Adeliger kaum kannten.

Dolch

Der Dolch war eine Stoßwaffe, die einem Messer ähnelte. Die Schneide des Dolches war meist ein- oder zweischneidig und relativ kurz. Durch die geringe Größe konnte der Dolch schnell und rasch genutzt werden - oft als Mittel einer hinterlistischen Tat.
Im Hochmittelalter wurde der Dolch vor allem von Adeligen zu ihrem Schwert getragen. Zu dieser Zeit wurde der Dolch nicht als Kriegswaffe gesehen und kam somit nur selten zu Einsatz. Mit der Zeit änderte sich dies jedoch und der Dolch wurde eine vollendete Kriegswaffe. Der Ritter trug den Dolch in einer Scheide (Hülle) am Gürtel oder auf Höhe der rechten Brust an einer Kette hängend, um ihn während einer Schlacht bzw. Gemenge nicht zu verlieren. Mithilfe des Dolches konnte dem bereits kampfunfähigen Gegner der Gnadenstoß gesetzt werden. Allerdings war das Ender der Ritter auch das Ende des Dolches als aktive Kriegswaffe.

Hellebarde

Die Hellebarde oder auch Helmbarte genannte ist eine Mischung von einer Hieb- und einer Stichwaffe. Somit eignete sich diese im Kampf zum Stechen, Schlagen und Reißen und war die typische Waffe des Fußvolkes. Der Vorteil einer Hellebarde war, dass man mit ihr nach einem Gegner stechen konnte und wurde dies vom Gegner abgewehrt so konnte man seinem Gegner mithilfe des Haken und Beiles von hinten in den Rücken, Hals oder Beine stechen und somit verletzen oder aus dem Gleichgewicht reißen. Zum anderen konnte man durch die Hellebarde Reiter von ihren Pferden stoßen bzw. ziehen und dann mit dem Haken oder Beil die Rüstung durchdringen.

Lanze

Die Lanze war eine Stangen- und Stichwaffen, die oftmals eine Länge von bis zu 3,5 Meter hatte. Genutzt wurde Sie gleichermaßen von Fußsoldaten und Reitern. Sie bestand einerseits aus einem langen Stiel aus Holz oder Metall und aus einer Spitze, die meistens eine doppelseitige Schneide besaß. Um die Lanze gut halten zu können, hatte die Lanze ein Griffstück, welches auch aus Holz, Metall oder Leder bestand.

Morgenstern

Der Morgenstern oder auch Streitflegel war eine Wucht- und Stichwaffe und konnte von Fußkämpfern und Reitern verwendet werden. Der Name stammt durch die Eisenkugel, die mit 1 bis 2 cm langen Spitzen aus Eisen besetzt war. Mit dem Morgenstern versuchte man die Rüstung des Gegners zu durchschlagen und dem Gegner schwere Verletzungen zu zufügen. Allerdings ließ die Benutzung des Morgensternes den Kämpfer schnell ermüden, wodurch er selbst schnell zu einem Ziel und somit Opfer eines Gegners werden konnte.

Ritter

Ritter waren hoch angesehene Krieger - meist auf einem Pferd -  im Mittelalter. Für ihre Arbeit erhielten sie Ländereien mit dazugehörigen Bauern, die den Ritter durch Abgaben ihrer Ernte versorgten. Ritter zu sein war eine ziemlich teure Angelegenheit, da Waffen, Rüstung und Bedienstete viel Geld kosteten. Um Ritter zu werden, musste man viel lernen und zudem mutig, kriegerisch und manierlisch sein. Die Ausbildung zum Ritter konnten nur Jungs machen, die zudem aus einer ritterlichen oder adeligen Familie kamen. Die Ausbildung began mit 7 Jahren bei einer fremden Familie, die ebenfalls ritterlich oder adelig war, wo der Junge als Page in die Lehre ging. Dort lernte er erstmal sich zu benehmen und die vornehmen Sitten kennen. Im Alter von 14 Jahren wurde aus einem Pagen ein Knappe. Nun lernte der Knappe den Umgang mit dem Schwert, das Schießen mit der Armbrust, jagen, reiten, schwimmen und das Tanzen. Lesen und Schreiben waren für den Ritter nicht wichtig, da dies durch die Mädchen und Frauen übernommen wurde. Mit 21 Jahren wurde der Knappe mit dem Ritterschlag zum Ritter ernannt. Nun bekam er auch sein eigenes Schwert und eigene Rüstung und musste schwören stets die Schutzbedürftigen und Wehrlosen zu schützen.

Ritterhelm

Der Helm sollte den Kopf des Ritters vor Pfeilen und anderen Einwirkungen schützen. Oft bestand der Helm aus Metall oder Leder und war schön verziert.

Rufhorn

Das Rufhorn, auch Signal- und Kriegshorn genannt, wurde genutzt um die eigenen Krieger und Soldaten vor Gefahren zu warnen und so vor einem Überfall o.Ä. zu schützen.

Schild

Das Schild war eine Schutzwaffe, die dem Kämpfer zum Schutz und zur Abwehr von Waffen und Geschossen des Gegners diente. Verwendete Materialen für Schilde waren Holz, Leder oder Metall, die eine leicht gewölbte Platte bildeten. Auf der Vorderseite des Schildes war das Wappen des Ritters abgebildet, um so zu erkennen welcher Ritter hinter dem Schild steckte.

Schwert

Das Schwert war die wichtigste Waffe des Ritters und wurde als Hieb- und Stichwaffe genutzt. Der Ritter trug das Schwert an seinem Gürtel in einer Hülle, die Scheide genannt wurde, und konnte es so schnell ziehen. Die Parierstange (zwischen Griff und Klinge) schützte die Hande und Finger des Ritters vor Verletzungen.

Allerdings bekam der Ritter sein Schwert nicht einfach so. Er musste es sich während seiner Zeit als Knappe verdienen und viele Übungen absolvieren ehe er zum Ritter geschlagen wurde und danach auch sein eigenes Schwert bekam. Das Schwert war nicht nur eine Waffe, es machte jemanden zu einem richtigen Ritter und war das Zeichen für Macht, Gerechtigkeit und der Ehre. So kam es auch, dass das Schwert und die Scheide prachtvoll verziert waren und die Macht und den Reichtum des Ritters zum Ausdruck brachten.

Streitaxt

Die Streitaxt war eine Wucht- und Hiebwaffe, die im Nahkampf zum Einsatz kam. Das Aussehen der Streitaxt variiert ist aber einer normalen Holzaxt nachempfunden. So hatte die Streitaxt einen Stiel aus Holz und am Kopf eine einseitige Klinge. Mithilfe der Streitaxt wollte der Ritter bzw. Krieger das Schild und die Panzerung des Gegners durchbrechen und diesen schnell kampfunfähig machen.

Trinkhorn

Das Trinkhorn war ein typischen Trinkgefäß. Meistens wurde echte Tierhörner als Trinkhorn verwendet, allerdings wurden manche Trinkhörner auch aus Ton gefertigt. Oftmals wurde das Trinkhorn an der oberen Kante und an der Spitze mit Metall - zum Beispiel Bronze - verziert.

Tunika

Die Tunika war ein einfaches Stoffhemd, welches weit verbreitet war. Einfache Bauern und edele Leute trugen eine Tunika, allerdings gab es Unterschiede. Bei edelen und adeligen Leuten war die Tunika hochwertig und aufwendig verziert. Bei Bauern war die Tunika einfacher und kürzer, damit diese bei der Arbeit auf dem Feld nicht störte. Allerdings hatte die Tunika generell einen Schlitz vorne in der Mitte des Ausschnittes, um so das Anziehen zu erleichtern. Zudem wurde die Tunika stets mit einem Gürtel getragen.

Wappenrock

Der Wappenrock wurde auch Waffenkleid und Waffenrock genannt. Es wurde über der Rüstung des Ritters getragen und war mit dem Wappen des Ritters verziert. Es sollte, wie bei dem Wappen auf dem Schild, zeigen, welcher Ritter sich in der Rüstung befindet, um so auch Freund und Feind erkennen zu können.

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